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W25 Daniela Maier-Blank

Mitarbeiterin der Woche

Daniela Maier-Blank

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Frau Daniela Maier-Blank aus Biel, 36 Jahre alt, arbeitet seit Januar 2009 für «proper job». Sie hat ein Pensum von 5 Wochenstunden in 3 Privathaushalten.

Wo sind Sie geboren und aufgewachsen?

Ich bin in Bern, im Tscharnergut aufgewachsen und habe dort bis zu meinem 14. Lebensjahr gelebt. Dann sind wir in die Gemeinde Köniz umgezogen. Dort habe ich gewohnt, bis ich etwa 25 Jahre alt war. Nach der obligatorischen Schule und einem 10. Schuljahr habe ich in einem Restaurant im Liebefeld die 3-jährige Kochlehre absolviert und danach ein halbes Jahr auf dem Beruf gearbeitet.

Welches sind Ihre beruflichen Stationen?

Die Arbeit im Gastgewerbe hat mir nicht gefallen. Ich kam mir in der Küche zu versteckt vor. Alles war mir zu unpersönlich. Ich koche zwar immer noch sehr gerne, aber lieber für Freunde, die auch bemerken, wer gekocht hat. Nach der halbjährigen Erfahrung in meinem Lehrberuf war ich zeitweise arbeitslos, habe Beschäftigungsprogramme absolviert und lange Jahre in verschiedensten Berufen gearbeitet. Ich war Zeitungsverträgerin, habe als Allrounderin bei verschiedenen Firmen gearbeitet, war auch im kaufmännischen Bereich an einer Empfangsstelle und in der Archivierung tätig. Durch den Bruder eines Freundes kam ich zu einer Stelle im Verkehrsdienst der Securitas. Leider war ich dort aber nicht fest angestellt, was mich bald gestört hat. Ich begann eine Ausbildung für den Verkehrsdienst der Kantonspolizei, musste diese aber wegen meinem Asthma abbrechen, was ich sehr bedauert habe. Danach war ich im Verkehrsdienst für eine Firma in der Region Bern und später wiederum für die Securitas tätig. Einmal hat meine Mutter mir eine Stelle in einem Lager eines Bundesamtes vermitteln können, dort wurde ich als Dienstjüngste aber bei der nächsten Sparrunde wieder entlassen. Ich habe viele verschiedene Dinge gemacht und hatte oft auch mehrere Stellen gleichzeitig.

Mit wem leben Sie heute zusammen?

Ich lebe mit meinem Ehemann in Biel. Ich bin im Jahr 2005 mit ihm in den Kanton Zürich gezogen. Im Herbst 2008 wollten wir nach Indonesien auswandern. Wir hatten dafür alles vorbereitet, unsere Zelte abgebrochen und sind nach Indonesien geflogen. Leider hat dort vieles nicht geklappt, was uns ein Kollege versprochen hatte, und wir waren gezwungen, nach nur drei Monaten wieder zurück in die Schweiz zu kommen und in Biel ganz von vorne anzufangen.

Wie haben Sie zu Ihrem heutigen Beruf der Haushalthilfe gefunden?

Während dem 10. Schuljahr habe ich zum ersten Mal in der Reinigung gearbeitet. Dann kam ich durch meine Anstellung bei fairness at work wieder zurück zur Tätigkeit der Haushalthilfe. Ich habe im Jahr 2007 im Kanton Zürich begonnen, für fairness at work zu arbeiten. Nach unserer Rückkehr von Indonesien habe ich in Biel wieder mehrere Pensen für fairness at work übernommen.

Wie verbringen Sie Ihre Arbeitswoche?

Bis vor kurzem habe ich neben meiner Anstellung bei fairness at work noch für ein Reinigungsinstitut gearbeitet, das ebenfalls Putzfrauen für Privathaushalte vermittelt. Dort gab es aber einen Konflikt und ich habe aufgehört, für diese Firma zu arbeiten. Nun habe ich noch die drei Kundenhaushalte für fairness at work und eine 40 Prozent Stelle bei einer Hausverwaltung. Ich reinige die Treppenhäuser in der Siedlung, wo ich mit meinem Mann wohne. Das ist sehr praktisch für mich, weil ich keinen Arbeitsweg habe.

In meiner Freizeit mache ich natürlich immer zuerst unseren eigenen Haushalt. Wenn das erledigt ist, verbringe ich gerne Zeit am PC, sammle Rezepte, bewege mich draussen oder arbeite mit Keramik-Ton. Wichtig ist mir, dass immer etwas läuft, ich kann nicht nichts tun.

Was würden Sie sich leisten, wenn Sie 5’000 Franken geschenkt erhalten würden?

Ich würde schöne Ferien machen und einen grossen Teil des Geldes zur Seite legen oder in meine Pensionskasse einzahlen.

Wie verbringen Sie Ihre Ferien?

Ich bewege mich auch in den Ferien gerne, ich kann nicht nur Strandferien machen. Ich besichtige gerne Sehenswürdigkeiten oder gehe „lädelen“.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?

Ich habe als Haushalthilfe viel mehr Freiheiten als in anderen Anstellungen. Ich kann die Arbeitszeiten nach Absprache mit meinen Kundinnen und Kunden anpassen und geniesse viel Flexibilität. Ich lerne durch diese Arbeit viele interessante Menschen kennen.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit nicht?

Ich habe einmal einen Kunden erlebt, der aufgrund seiner Alkoholsucht sich und seine Wohnung nicht mehr im Griff hatte. Das war dann im wahrsten Sinn des Wortes sehr ekelhaft. Ansonsten gibt es wie bei jeder anderen Arbeit auch als Haushalthilfe viel Auf und Ab, aber das ist für mich normal.

Wie zeigen Ihre Kundinnen und Kunden Ihnen ihre Dankbarkeit?

Ja, zum Teil merke ich gut, dass die Kundschaft dankbar ist. Ich erhalte Botschaften auf Zetteln oder per Mail, manchmal ein Dankeschön oder ein Geschenk zu Weihnachten.

Was ist Ihnen wichtig im Leben?

Zufriedenheit und Gesundheit.

Wovon träumen Sie?

Ich darf das fast nicht sagen, aber ich träume immer noch vom Auswandern, habe Fernweh. Aber das lässt sich sicher nicht in nächster Zukunft realisieren.

Ein Bild, das für Sie steht:

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Die Landschaften in Indonesien wecken mein Fernweh.

 

 

 

 

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