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W28 Nurcan Akyüz
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Ich bin gemeinsam mit meiner Schwester Nurhan und fünf weiteren Geschwistern in Kayzeri in der Türkei aufgewachsen. Dort habe ich die Primarschule besucht und bin 1980 zusammen mit den Eltern nach Frankreich ausgewandert. Ich lebe heute in der Nähe von Basel, meine Schwester lebt ebenfalls in Basel, eine Schwester in Belgien, ein Bruder und eine Schwester in Deutschland und die beiden ältesten Schwestern sind in der Türkei geblieben.
Meine Ausbildung habe ich in Frankreich gemacht. Zunächst habe ich die Schule besucht und Französisch gelernt. Danach habe ich eine Ausbildung als Schneiderin absolviert und als Schneiderin und später als Kassiererin gearbeitet. Mit 20 Jahren habe ich geheiratet. 1988 kam unsere erste Tochter zur Welt, 1990 die zweite Tochter und 1993 unser Sohn. 1987 habe ich mich zur Lastwagenfahrerin ausbilden lassen und für ein Unternehmen der Papierwiederverwertung gearbeitet. Ich habe die Altpapier und Karton bei Unternehmen abgeholt und in die Wiederverwertungsanlage gebracht.
Ich lebe mit meiner ganzen Familie in der Nähe von Basel.
Bereits in Frankreich habe ich immer wieder als Haushalthilfe bei Privatpersonen gearbeitet. Zum ersten Mal erhielt ich bereits während meiner Ausbildung zur Schneiderin über Kontakte in der Schule solche Arbeitsstellen. Nachdem meine Schwester bereits in Basel für fairness at work arbeitete, bin ich mit meiner Familie auch in die Region gezogen, um für die Firma arbeiten zu können.
Ich arbeite ein Vollpensum für fairness at work. Ich betreue rund 18 Haushalte, einige wöchentlich, andere alle zwei Wochen. Daneben kümmere ich mich um unseren Haushalt, koche und besorge die Wäsche. In meiner Freizeit gehe ich gerne spazieren und verbringe viel Zeit in unserem Schrebergarten. Nach längerer Wartezeit haben wir zusammen mit meiner Schwester einen Schrebergarten erhalten. Ich beschäftige mich sehr gerne im Garten, pflanze Gemüse und Blumen.
Ich hätte sehr gerne ein Auto.
Etwa jedes zweite Jahr fahre ich mit meiner Familie in die Türkei. Das kostet meist viel Geld, deshalb ist es uns nicht häufiger möglich, die Ferien in der Türkei zu verbringen. Manchmal fahren wir auch zu den Verwandten in Deutschland und Belgien. Wir besuchen fast immer unsere Familienangehörigen, wenn wir Ferien machen. Unsere Familie ist ein bisschen überall.
Ich mag es, alleine zu arbeiten. Niemand sagt mir, was ich zu tun habe, ich kann nach meinem eigenen Rhythmus arbeiten, manchmal auch Musik hören bei der Arbeit.
Ich mag es nicht, wenn Kunden nicht ehrlich zu mir sind. Ich habe es leider erlebt, dass ich gute Rückmeldungen erhalten habe, dieselben Kunden aber im Büro über meine Arbeit reklamiert haben. Das habe ich nicht gerne, denn es ist mir wichtig, dass man ehrlich ist und gerade heraus sagt, was man denkt.
Viele Kundinnen und Kunden sind sehr sympathisch. Viele sagen mir „Merci“ und machen mir Komplimente für meine Arbeit oder schreiben mir eine Nachricht, wenn ich sie nicht sehe.
Meine Kinder sind mir am Wichtigsten. Ich wünsche mir, dass sie eine gute Zukunft haben, heiraten und ein glückliches Leben führen.
Ich träume davon, ins Paradies zu kommen. Und ich wünsche mir gute Gesundheit für die ganze Familie, das ist das Wichtigste.
