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Ich komme aus Kamerun. Ich habe in Kamerun die Schule besucht und eine Ausbildung als Schneiderin absolviert. Mit 20 Jahren, damals war ich bereits Mutter, bin ich alleine als Asylsuchende in die Schweiz gekommen. Meine einjährige Tochter habe ich bei meiner Mutter gelassen. Sie ist im letzten Herbst als 10-Jährige hierher gekommen und lebt jetzt mit mir und meinem Mann zusammen.
Ich habe in Kamerun als Schneiderin gearbeitet. In der Schweiz durfte ich lange Zeit nicht arbeiten. Mein Asylgesuch war über 4 Jahre in Bearbeitung. Ich lebte während dieser Zeit in einem Flüchtlingszentrum in Frauenfeld. Dann erhielt ich einen negativen Entscheid und hätte die Schweiz verlassen müssen. Daraufhin haben mein Freund und ich geheiratet. Wir haben uns hier in der Schweiz kennen gelernt. Mein Mann kommt aus Nigeria.
Erst nach der Heirat durfte ich in der Schweiz arbeiten. Ich fand als Erstes eine Stelle bei einem Reinigungsunternehmen in Zürich.
Ich lebe mit meiner Tochter und meinem Ehemann in Dietikon.
Ich habe die Adresse von fairness at work von einer Freundin erhalten, die schon längere Zeit für die Firma arbeitete. Ich hatte Glück und erhielt auch bald eine Stelle.
Ich arbeite in 13 Privathaushalten. Bei manchen reinige ich wöchentlich, bei anderen zweiwöchentlich. Ich mache immer zwei Haushalte pro Tag.
In meiner Freizeit reise ich gerne und besuche Freunde, zum Beispiel in Lausanne oder Biel. Meine Tochter ist meistens mit dabei. So hat sie wenigstens ein paar Orte in der Schweiz gesehen, denn es ist uns sonst nicht möglich, grosse Reisen zu unternehmen.
Ich würde eine Reise durch Europa machen!
Seit ich in der Schweiz bin, habe ich meine Ferien nach Möglichkeit in Kamerun verbracht, um meine Tochter zu besuchen. Seit sie im letzten Herbst hierher gekommen ist, hatten wir noch keine Ferien. Jetzt würde ich zu Verwandten nach Lausanne fahren oder auch andere Bekannte in Frankreich besuchen.
Die meisten meiner Kundinnen und Kunden sind zufrieden, ich bin sehr selbständig und frei, mir meine Arbeit einzuteilen. Ich erhalte keine Befehle, auch das gefällt mir.
Wenn ich Kunden habe, die einfach zu viel verlangen. Das gefällt mir nicht.
Meine Kunden sagen mir „Merci“. Ich erhalte zu Weihnachten viele Geschenke oder ein Trinkgeld. Als ich krank war, habe ich auch Karten und Geschenke erhalten. Das zeigt mir, dass man mit meiner Arbeit sehr zufrieden ist.
Arbeit zu haben ist für mich das Wichtigste. Nur so hat man auch Geld zum Leben.
Ich träume für meine Tochter. Ich möchte für sie eine gute Zukunft erarbeiten. Für mich selber habe ich keine grossen Träume.

"Das ist der höchste Berg in Kamerun, vom Atlantik aus fotografiert. Jedes Jahr im Mai versammeln sich Menschen aus der ganzen Welt, um den Berg gemeinsam zu besteigen. Das ist jedes Mal ein grosses Fest.
Für mich ist meine Firma fairness at work wie dieser Gipfel: Menschen aus der ganzen Welt arbeiten daran, das Label der Firma und ihrer Mitarbeitenden hochzuhalten."
