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W31 Carmela Bänziger

Mitarbeiterin der Woche

Carmela Bänziger

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Frau Carmela Bänziger aus Gümligen, 39 Jahre alt, arbeitet seit August 2006 für «proper job». Sie hat ein Pensum von 22 Wochenstunden in 14 Privathaushalten und Büros.

Wo sind Sie geboren und aufgewachsen?

Ich bin auf der Insel Negros Visayas auf den Philippinen geboren und aufgewachsen. Wir waren acht Kinder in meiner Familie, vier Knaben und vier Mädchen. Ich bin die Jüngste von allen. Ich habe die Grundschule besucht, begann dann aber schon mit 13 Jahren zu arbeiten. Ich ging nach Manila und wurde über eine Vermittlungsfirma als Hausmädchen angestellt.

Welches sind Ihre beruflichen Stationen?

Ich arbeitete eine Weile für diese Agentur. Das war sehr harte Arbeit. Oft bekam ich Schläge, wenn jemand mit meiner Arbeit nicht zufrieden war. Viele Stellen habe ich so rasch wie möglich wieder verlassen, nur bei einem Kunden blieb ich fast zwei Jahre. Dann begann ich mich nach einer anderen Arbeit umzusehen.

Ohne Ausbildung gab es nicht viele Möglichkeiten. So begann ich mit etwa 16 Jahren in einer Bar zu arbeiten, die einem australischen Geschäftsmann gehörte. Das Leben war sehr schwierig, das war für mich immer so. Ich musste für mich selber sorgen, denn meine Familie hat sich damals nicht um mich gekümmert. Später habe ich meine Eltern nach Manila geholt und unterstütze sie seitdem regelmässig. Ich habe heute wieder einen guten Kontakt mit den Eltern und auch mit meinen Geschwistern.

Vor 9 Jahren kam ich durch die Heirat mit meinem ersten Schweizer Ehemann in die Schweiz. Ich habe mich nach wenigen Jahren getrennt und im Jahr 2005 meinen jetzigen Ehemann geheiratet.

Mit wem leben Sie heute zusammen?

Heute lebe ich mit meinem Ehemann in Bern.

Wie haben Sie zu Ihrem heutigen Beruf der Haushalthilfe gefunden?

Die Hausarbeit ist mir von jeher bekannt. Ich habe auch auf den Philippinen sehr viel als Haushälterin und Putzfrau gearbeitet. In der Schweiz habe ich vor meiner Zeit bei fairness at work bereits bei einer Kindertagesstätte als Reinigerin gearbeitet. Im Sommer 2006 habe ich mich dann bei fairness at work beworben und arbeite seitdem für die Firma.

Wie verbringen Sie Ihre Arbeitswoche?

Ich arbeite neben meinem Pensum bei fairness at work bis heute noch an zwei Abenden in der Kindertagesstätte. Ausserdem habe ich manchmal ein paar private Kunden oder mache eine Stellvertretung für eine Kollegin. Dann mache ich natürlich unseren eigenen Haushalt. In meiner Freizeit treffe ich mich gerne mit Kolleginnen.

Was würden Sie sich leisten, wenn Sie 5’000 Franken geschenkt erhalten würden?

Ich würde das Geld gut investieren, vielleicht für den Kauf einer Wohnung auf den Philippinen brauchen.

Wie verbringen Sie Ihre Ferien?

Ich reise so oft wie möglich auf die Philippinen, meist einmal pro Jahr. In den letzten Jahren konnte ich meist lange Ferien machen und auch unbezahlten Urlaub nehmen.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?

Ich mag diese Arbeit. Es ist keine schwierige Arbeit und es ist angenehm, dass nicht ständig jemand da ist, der mir sagt, was zu tun ist.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit nicht?

Ich putze nicht gerne Fenster. Besonders wenn ich hohe Fenster auf der Aussenseite putzen muss, habe ich mit meiner Körpergrösse ein Problem. Ich habe immer Angst, runterzufallen.

Wie zeigen Ihre Kundinnen und Kunden Ihnen ihre Dankbarkeit?

Sie schreiben mir Zettel und Briefe, danken mir und sagen mir, ich hätte die Arbeit gut gemacht.

Was ist Ihnen wichtig im Leben?

Keine Probleme zu haben. Ich habe es nicht gern, wenn ich viele Probleme habe. Vor allem Streit und Unstimmigkeiten mit anderen Menschen habe ich nicht gerne.

Wovon träumen Sie?

Später einmal möchte ich zurück auf die Philippinen. Ich träume davon, dass ich ein eigenes Geschäft auf den Philippinen habe.

Ein Bild, das für Sie steht:

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Unser Haus in Manila; der Ort, wo ich früher wohnte, einer der schönen Strände meiner Heimat.

 

 

 

 

 

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